{"id":588,"date":"2017-05-03T17:28:55","date_gmt":"2017-05-03T15:28:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.johannes-rebmann-stiftung.de\/cms\/?page_id=588"},"modified":"2020-04-27T15:25:52","modified_gmt":"2020-04-27T13:25:52","slug":"maisch-jakob","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.johannes-rebmann-stiftung.de\/cms\/missionare-aus-gerlingen\/erste-missionare\/maisch-jakob\/","title":{"rendered":"Maisch, Jakob"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-589\" src=\"https:\/\/www.johannes-rebmann-stiftung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/maisch_j.gif\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"197\"><\/p>\n<p>Jakob Maisch wird am 19. Oktober 1796 in Gerlingen geboren, als Sohn von Jakob Maisch und Friederike, geb. Widmaier, die Mitbegr\u00fcnder Korntals sind. Er tritt 1818 ins Missionshaus in Basel ein und ist dort der 16. Z\u00f6gling. 1821 ist er fertig und wird \u00fcber die \"Church of Mission Society\" in England nach Indien geschickt.<\/p>\n<p>In Burdwan\/Bengalen, im Osten Indiens, wird Jakob Maisch stationiert und dem f\u00fcr die Missionsschule t\u00e4tigen Missionar D\u00fcrr zugeteilt. Maisch berichtet, dass D\u00fcrrs Schulen in einem bl\u00fchenden zustand sind.<\/p>\n<p>In einem Brief an den Missionsinspektor Gottlieb Blumhardt berichtet Jakob Maisch von den Religionen, die auf dem Pantheismus basieren - der Lehre, nach der Gott nur innerhalb der Welt existiert. Er beschreibt die Schwierigkeit der Missionarsarbeit in Indien:<\/p>\n<p>\"Die Heiligen Schriften ... werden ... besonders, wenn es Leute von besserer Erkenntnis sind, nicht angenommen, ohne sie vorher gepr\u00fcft zu haben, und da sie meistens mit Vorurteilen pr\u00fcfen, so ist es nat\u00fcrlich, dass sie am Ende sagen: Unsere Schriften sind \u00e4lter, haben mehr Wundervolles, haben mehr Gesetze, in Eurem ist nichts von Essen und Trinken festgesetzt. Unsere sind bei weitem besser, \u00e4lter und was am meisten Gewicht hat: sie sind in Sanskrit geschrieben, welches da ohnehin die G\u00f6ttersprache ist.\"<\/p>\n<p>Zu der Sch\u00f6nheit Indiens sagt Maisch:<\/p>\n<p>\"Die Natur hat hier ihre Sch\u00f6nheiten in \u00dcppigkeit verschwendet und alles, was entweder zur Erhaltung geh\u00f6rt oder zur Zierde dient, ist in voller Menge zu haben: Reis in Menge, Baumwolle, Zucker, Indigo, Weizen, Hanf im \u00dcberfluss, Baumfr\u00fcchte aller Art, Cocosn\u00fcsse, Pesang und eine Menge anderer Arten, die zu beschreiben mehr Platz und mehr Kenntnis als die meinigen erfordern w\u00fcrde ...\"<\/p>\n<p>Jakob Maisch verheiratet sich vermutlich mit einer Engl\u00e4nderin namens Harington. Mit 29 Jahren stirbt er. Vielleicht hat er seinen Tod vorausgesehen, denn er schreibt kurz vorher: \"Nehmen Sie jedoch in die Rechnung, dass die Planung, wie sie unser Herz gemacht hat und dass die W\u00fcnsche, nach deren Erf\u00fcllung unser Herz sich sehnt, ja nur zu oft in 24 Stunden durch den Tod vereitelt sind. Todesf\u00e4lle sind hier nicht selten, wo wir heute Abend mit unseren Freunden vergn\u00fcgt sind und den anderen Abend demselben am Grabe die letzte Ehre bezeugen.\"<\/p>\n<p>Was bleibt sind die interessanten Berichte des wortgewandten Jakob Maisch \u00fcber das Leben in Indien. Als kluger und intensiver Beobachter berichtet er vom Land Indien, von dessen Menschen, ihrer Mentalit\u00e4t, ihren Krankheiten, von Sprachen, Religionen, Tieren und der Vegetation, vom Klima und von Naturkatastrophen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jakob Maisch wird am 19. Oktober 1796 in Gerlingen geboren, als Sohn von Jakob Maisch und Friederike, geb. 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