{"id":438,"date":"2017-05-03T09:57:46","date_gmt":"2017-05-03T07:57:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.johannes-rebmann-stiftung.de\/cms\/?page_id=438"},"modified":"2020-04-27T15:05:42","modified_gmt":"2020-04-27T13:05:42","slug":"hauff-eckhart","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.johannes-rebmann-stiftung.de\/cms\/missionare-aus-gerlingen\/aktuelle-missionare\/hauff-eckhart\/","title":{"rendered":"Hauff, Eckhart"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-440\" src=\"https:\/\/www.johannes-rebmann-stiftung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Hauff.jpg\" alt=\"\" width=\"205\" height=\"255\"><\/p>\n<p>Eckhart Hauff wird 1944 in Plauen geboren und kommt 1953 nach Gerlingen. Er studiert Theologie in T\u00fcbingen und Z\u00fcrich, heiratet Brigitte. Die beiden haben zwei Kinder - Verena und Manuel.<\/p>\n<p>Am 27. Dezember 1984 erh\u00e4lt Eckhart Hauff einen Anruf von der Br\u00fcdergemeinde in Bad Boll: \"Ausreise am 12. Januar, Sprachkurs in Nairobi beginnt am 14. Januar, Ende April dann nach Mbeya in Tansania\".<\/p>\n<p>Mit Gelassenheit und konstruktiver Planung schafft Familie Hauff es, zweieinhalb Wochen nach dem Anruf per Flugzeug nach Afrika \"auszuwandern\".<br \/>\nDie Hauffs kommen zun\u00e4chst in Kenia an und absolvieren einen Sprachkurs in Kiswahili. Kenia ist nicht neu f\u00fcr sie - 9 Jahre vorher hatten beide zusammen mit einigen Studenten aus Deutschland f\u00fcr ein paar Wochen in der N\u00e4he Mombasas gearbeitet.<\/p>\n<p>Im April reisen die Hauffs dann von Kenia aus in ihr Einsatzgebiet - nach Mbeya in Tansania. \"Der Pilot ... sprach ein Gebet in der 5-sitzigen Maschine, f\u00fchrte uns in einem unvergesslichen Flug durch Wolkenl\u00f6cher, knapp \u00fcber die B\u00e4ume des Ruaha Nationalparks, den zentral-afrikanischen Graben entlang und landete nach 2 Stunden sicher auf der Graspiste Mbeyas.\"<\/p>\n<p>Eckhart und Brigitte Hauff arbeiten dort bis 1989 f\u00fcr das Theologische College der Herrnhuter Br\u00fcdergemeine. Eckhart Hauff unterrichtet Religion, Kirchengeschichte und Politik. Brigitte Hauff gibt Englischunterricht und ist f\u00fcr die Bibliothek verantwortlich.<\/p>\n<p>Unterrichtsinhalte und -methoden oder Pr\u00fcfungsanforderungen mit den gesamten Lebensbedingungen des Alltags zu verbinden, erweist sich als Herausforderung in einem Land, in dem das t\u00e4gliche Essen ein Problem ist, in dem \"Christen\" alte afrikanische Zeichen und Symbole als \"Witchdoctor Hexenkunst\" verbannt und die Menschen ein St\u00fcck ihrer Kultur beraubt hatten. Eckhart Hauff lehrt die angehenden Pfarrer, traditionelle Symbole als Zeichen der Hoffnung und sichtbare Wirklichkeit des noch nicht Eingetroffenen zu sehen.<\/p>\n<p>1989 kommen die Hauffs zur\u00fcck nach Deutschland. Eckhart Hauff h\u00e4lt seine Gedanken zur Globalisierung Pfingsten 1989 in <a href=\"https:\/\/www.johannes-rebmann-stiftung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/hauff_gedicht.pdf\">zwei Gedichten<\/a> fest.<\/p>\n<p>Eckhart Hauff war bis zu seiner Ruhesetzung Pfarrer in Dornstadt, lebt aber immer noch \"dort und hier\":<\/p>\n<p>\"Unser Schwerpunkt liegt in den regelm\u00e4\u00dfigen Begegnungen, im Mitleben dort und hier, in Gespr\u00e4chen \u00fcber Dinge, die beide Seiten betreffen.\" In unserem Arbeitskreis, in dem ca. 30 Leute mitarbeiten, geht es um diese Treffen: \"Von Angesicht zu Angesicht - auf gleicher Augenh\u00f6he\". Eckhart Hauff engagiert sich sehr seit 1981 in der Pflege einer freundschaftlich-partnerschaftlichen Beziehung zwischen einigen Kirchengemeinden des Dekanats Ulm und der Gemeinde (Herrnhuter Br\u00fcdergemeine\/Moravian Church), Tukuyu im s\u00fcdlichen Hochland von Tansania. Ein Faltblatt erl\u00e4utert die Geschichte der Partnerschaft - in <a href=\"https:\/\/www.johannes-rebmann-stiftung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/hauff_faltblatt_2005_de.pdf\">Deutsch<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.johannes-rebmann-stiftung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/hauff_faltblatt_2005_tanzania.pdf\">Suaheli<\/a>. \"Uns ist wichtig, dass Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, die sich zur gleichen Glaubensgemeinschaft bekennen, einander begegnen k\u00f6nnen. Wir erleben dabei alle Unterschiede der Lebensverh\u00e4ltnisse wirtschaftlicher und kultureller Art. Wir verst\u00e4ndigen uns auf Englisch, Suaheli, ohne Worte und mit Musik. Dabei lernen wir voneinander, feiern gemeinsame Gottesdienste, sind miteinander unterwegs, begegnen uns in unseren H\u00e4usern und Gruppen.\"<\/p>\n<p><strong>Zitate von Eckhardt Hauff:<\/strong><\/p>\n<p>\"Nur in der Offenheit gegen\u00fcber der Vergangenheit, nicht in ihrer Verdr\u00e4ngung werden die Studenten einmal Seelsorger und Helfer f\u00fcr tieferliegende Probleme ihrer Gemeindeglieder sein.\"<\/p>\n<p>\"Die t\u00e4gliche Konfrontation unseres unterschiedlichen Lebensstandards l\u00e4sst ein individuelles menschliches Zueinander kaum zu. Au\u00dferhalb jedoch scheint es uns leichter zu sein, diese Rolle abzulegen. Und im Hinblick auf dieses 'Au\u00dferhalb' geht unsere Zeit in Tansania zu schnell vorbei.\"<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eckhart Hauff wird 1944 in Plauen geboren und kommt 1953 nach Gerlingen. Er studiert Theologie in T\u00fcbingen und Z\u00fcrich, heiratet Brigitte. 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