{"id":208,"date":"2017-03-13T15:48:49","date_gmt":"2017-03-13T14:48:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.johannes-rebmann-stiftung.de\/cms\/?page_id=208"},"modified":"2020-04-27T15:37:50","modified_gmt":"2020-04-27T13:37:50","slug":"entdeckung-des-kilimanjaro","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.johannes-rebmann-stiftung.de\/cms\/missionare-aus-gerlingen\/johannes-rebmann\/rebmann-johannes-dokumente\/entdeckung-des-kilimanjaro\/","title":{"rendered":"Entdeckung des Kilimanjaro"},"content":{"rendered":"<p>Rebmann hielt seine pers\u00f6nlichen Eindr\u00fccke von der Entdeckung des Kilimanjaro in seinem Tagebuch fest:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.johannes-rebmann-stiftung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/tagebuch_s_47-300x174.gif\" alt=\"\" width=\"411\" height=\"239\"><\/p>\n<p>Tagebuch Seite 47:<br \/>\nMai, 11. Mit Tagesanbruch brachen wir auf. Als wir etwa eine halbe Stunde gegangen waren, sahen wir&nbsp; zu unserer Rechten 2 Menschen, die bei unserem Anblick flohen. Bana Cheri wollte die Flinte losschie\u00dfen. Die Teitas aber, die vermuteten, dass die Fl\u00fcchtlinge ihre Landsleute waren, wehrten es ihm und gingen ihnen nach, ohne sie jedoch einholen zu k\u00f6nnen. Gegen N.O. sahen wir einen Berg, etwa 2 Tagreisen entfernt, der Ongotia heisst und schon zum Ukamba-Land geh\u00f6ren soll. Wieder eine halbe Stunde weiter und wir traten in eine W\u00fcste ein, die wieder mehr mit Gras bewachsen war<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.johannes-rebmann-stiftung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/tagebuch_s_48.gif\" alt=\"\" width=\"411\" height=\"561\"><\/p>\n<p>Tagebuch Seite 48:<br \/>\nund wo es darum auch wieder beschwerlicher zu gehen war, zumal da wir auch nicht den geringsten gebahnten Fu\u00dfpfad hatten. Der gew\u00f6hnliche gebahnte Weg geht n\u00e4mlich \u00fcber Daffeta (Anm.: das heutige Taveta, ein Marktplatz in Kenia an der Grenze zu Tansania), wohin aber mein F\u00fchrer nicht gehen wollte, weil er mit dem K\u00f6nig jenes Landes in Feindschaft stand.<\/p>\n<p>Wir sahen diesen Morgen die Berge von Dschagga immer deutlicher, bis ich gegen 10 Uhr den Gipfel von einem derselben mit einer auffallend wei\u00dfen Wolke bedeckt zu sehen glaubte. Mein F\u00fchrer best\u00e4tigte mich zuerst in dieser Meinung, ob darum weil er die Wahrheit vor mir verbergen wollte oder weil wirklich gerade eine Wolke den Berg umschwebte, konnte ich nicht entscheiden. Als wir einige Schritte weiter gegangen waren, fiel mir das Wei\u00dfe noch mehr auf und ich fragte abermals meinen F\u00fchrer, ob jenes dort wirklich eine wei\u00dfe Wolke sei. W\u00e4hrend er mit antwortete, jenes dort sei eine Wolke, was aber das Wei\u00dfe sei, wisse er nicht - er vermutete, es sei K\u00e4lte - wurde es mir ebenso klar als gewiss, dass das nichts anderes sei als Schnee, wof\u00fcr diese Leute keinen Namen haben, weil er nie f\u00e4llt innerhalb ihres Bereichs. Alle die sonderbaren Geschichten von einem unzug\u00e4nglichen, von b\u00f6sen Geistern bewohnten Gold- und Silberberg im Innern, die ich mit Dr. Krapf seit meiner Ankunft an der K\u00fcste oftmals geh\u00f6rt hatte, waren mir nun auf einmal klar ge-<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.johannes-rebmann-stiftung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/tagebuch_s_49.gif\" alt=\"\" width=\"411\" height=\"562\"><\/p>\n<p>Tagebuch Seite 49:<br \/>\nworden. Nat\u00fcrlich, dass die ungewohnte K\u00e4lte die halbnackten Besucher des Schneeberges bald zur R\u00fcckkehr n\u00f6tigten, oder wenn sie auf Befehl des despotischen Dschagga-K\u00f6nigs gen\u00f6tigt waren, weiter zu gehen solang ihr K\u00f6rper nicht g\u00e4nzlich erstarrt war, sie wirklich t\u00f6tete, was dann alles in der Unwissenheit der Eingeborenen den b\u00f6sen Geistern zugeschrieben wurde. Ich suchte die Sache meinen Leuten zu erkl\u00e4ren, aber sie schienen mir nicht recht glauben zu wollen. Als wir ausruhten, las ich den 111. Psalm in der englischen Bibel, an den ich gerade der Ordnung nach kam. Er machte einen doppelten Eindruck auf mich im Angesicht des herrlichen Schneeberges so nahe beim \u00c4quator, besonders der 6. Vers, der besonders herrlich und klar ausdr\u00fcckte, was ich nur leise ahnte und f\u00fchlte.<\/p>\n<p>Gegen N.W. sahen wir wieder einen anderen gro\u00dfen Berg von Ukamba-Land, der Kikumbulu hie\u00df.<\/p>\n<p>Am Mittag sahen einige meiner Leute wieder einige Nash\u00f6rner. Mein kurzes Gesicht veranlasste dabei ein gro\u00dfes Geschrei, weil, um sie zu sehen, ich weiter vorw\u00e4rts ging, w\u00e4hrend meine Leute mich stille stehen lie\u00dfen. Da ich sagte, ich wolle die Tiere zuerst sehen, schrien sie noch mehr, ich solle doch zur\u00fcck gehen. Sie schienen sehr f\u00fcr mich besorgt zu sein, dass mir nichts \u00dcbels wiederfahre.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rebmann hielt seine pers\u00f6nlichen Eindr\u00fccke von der Entdeckung des Kilimanjaro in seinem Tagebuch fest: Tagebuch Seite 47: Mai, 11. Mit Tagesanbruch brachen wir auf. 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