Missionare aus Gerlingen: Johannes Zimmermann
- 12 Jahre im Kroboland
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Missionar Bohner über einen Besuch bei Rebmann in Odumase, Kroboland:

"Er stellte sein Haus ... mitten ins das Negerdorf ... Das Haus ist wie eine Negerhütte mit Steppengras gedeckt. Doch der weiße Anstrich aus Muschelkalk, die dunkelbraunen Läden aus dem festen Holz der afrikanischen Eiche, die hellen Glasfenster und die Galerien um den Bau verraten, wer hier wohnt."




General-Konferenz der Missionare - Johannes Zimmermann vorne 2. v.l.


Johannes Zimmermann baut seine Missionsstation in Odumase, dem Hauptort des Königreiches Manya-Krobo. Zimmermann fühlt sich als "Botschafter Jesu". Der Stammesfürst, König Odenku Azzu, ist der Mission gegenüber aufgeschlossen und mit Zimmermann "auf einer Wellenlänge".
Der Krobokönig lässt für Zimmermann als Zeichen seiner Freundschaft eines Tages einen Stuhl aus einem Stück Holz schnitzen, den der Missionar dann bei seinen Besuchen im Hof des Stammesfürsten benutzt (1976 überreicht König Nene Azzu Mate Kole der Stadt Gerlingen diesen "Zimmermann-Stuhl" als Geschenk).

Der König vertraut Zimmermann seinen Sohn Tei zur Erziehung an, und dieser lebt fortan in der Familie des Missionars. "Teitschä" wird zum Ehrentitel Zimmermanns, der soviel bedeutet wie "Vater des Königssohnes Tei".

Ende 1869, zehn Jahre nach Zimmermanns Ankunft in Odumase, ist die christliche Gemeinde auf hundert Mitglieder angewachsen. Das Missionshaus steht jedermann offen.

Johannes Zimmermann wirkt 12 Jahre lang im Königreich Manya-Krobo. Er übersetzt die Bibel, 500 Kirchenlieder (darunter 300 eigene) und den Katechismus in die Gã-Sprache. Aber auch Poetisches stammt aus seiner Feder - er verfasste zahlreiche Gedichte.


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Mit 51 Jahren ist Zimmermann vom großen afrikanischen Abenteuer im Dienst der Mission ausgelaugt und erschöpft. Er verbringt die letzten Lebensmonate in Gerlingen.

Impressum Kontakt: info@johannes-rebmann-stiftung.de