Missionare aus Gerlingen: Johannes Rebmann
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Johannes Rebmann ist ein fleißiger Briefeschreiber, stets interessiert an Neuigkeiten aus seiner alten Heimat.

"Ihr müßt nicht denken, dass das, was Euch in Gerlingen gering und unwichtig scheinen möchte, auch für mich in Afrika so sei. Gerade die große Entfernung gibt auch Nachrichten geringerer Art einen Wert."

"Ich habe eine Aufgabe in Ostafrika, die mir es bis jetzt und, soviel ich voraussehen kann, auch in den nächsten Jahren nicht erlaubt, selbst dem lieben Geburtsort einen Besuch zu machen."

Johannes Rebmann wird am 16. Januar 1820 als drittes von acht Kindern der Anna Margarete Rebmann, geb. Maisch, in eine alte Gerlinger Familie geboren (Link zur Ahnentafel). Sein Vater war Bauer und Weingärtner. Das Geburtshaus Johannes Rebmanns steht unweit der Kirche - Gerlinger Kirchstraße 18.

Das Dorf Gerlingen zählt damals rund 1.500 Einwohner. Im Dorfleben werden neben Alltäglichem auch Politik und Glaube diskutiert. Auch in Gerlingen bildet die Erweckungsbewegung Meinung: Aus dem allgemeinen Widerstand gegen Aufklärung, Fortschrittsglauben und erstarrter Amtskirche erhält der Pietismus neue Kraft. Mission als Aufgabe der Christenheit erreicht einen hohen Stellenwert und beeindruckt wohl auch den kleinen Johannes Rebmann.

Dass man ihn in der Gerlinger Volksschule "Pfarrer" nannte, deutet auf seine religiöse Haltung schon in früher Jugend hin. Er will Missionar werden, als "Prediger und Werber des Evangeliums" in unbekannte fremde Länder ziehen.

1839 wird der 19-jährige Bauer und Weingärtner Johannes Rebmann in die Basler Mission aufgenommen.

Fünf Jahre später folgt die Übersiedlung in das Missionshaus der Church Missionary Society in Islington in England.

Nach seiner Ausbildung wird er am 26. Oktober 1845 durch den Bischof von London ordiniert, und im Februar 1846 geht er an Bord des Segelschiffes "Arrow", um in monatelanger Reise sein neues Einsatzgebiet als Missionar in Ostafrika zu erreichen.

Impressum Kontakt: info@johannes-rebmann-stiftung.de